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BuchZeichen  >> Durch Trance zur einer erfüllenden Sexualität
 
Das Geheimnis der Erotik
Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern

Ratgeber UND Kunstband
Dieses Buch ist als attraktiver Bildband gestaltet, um die LeserInnen in ihrer Kreativität zu unterstützen. Damit ist der Ratgeber auch gleichzeitig ein Meisterwerk in der Aktfotografie.

Karin Kastner (Text)
Walo Thönen (Fotos)

Wenn wir uns in Trance begeben, haben wir einen einfacheren Zugang zu unseren inneren Bildern. Hypnotische Trancen machen uns kreativ für unsere eigenen Ideen und Wünsche – so auch in der Sexualität. Die Sexual- und Hypnotherapeutin Karin Kastner entwickelte solche Trancen für ihre Praxis und veröffentlichte eine Auswahl davon kürzlich in einem Buch.

Interview mit der Autorin Karin Kastner

Was bedeuten Ihnen Erotik und Sexualität und wie nehmen Sie die Einordnung derselben in der heutigen Gesellschaft wahr? Was empfehlen Sie generell, um eine entspannte, bereichernde Sexualität leben zu können?

Sexualität gehört zum Menschen wie Essen und Trinken. Weder sollte sie überbewertet noch ignoriert oder gar abgewertet werden. Da jeder Mensch anders empfindet und bewertet und zudem sehr viele Aspekte zur Sexualität gehören, ist die Sexualität jedes Menschen einzigartig. Es macht deshalb gerade auf diesem Gebiet wenig Sinn, sich mit anderen zu vergleichen. Wenn ich aber eine Grundvoraussetzung für eine erfüllte Sexualität nennen müsste, wäre dies, dass jeder Mensch seinen Körper gerade auch in sexueller Hinsicht kennt und die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erforschen beginnt. Es ist wohl allgemein üblich, die eigene Sexualität über das Gegenüber zu definieren, indem frau/man sich fragt, was der/die andere gerne hätte. Passiert dies jedoch auf Dauer, besteht die Gefahr, seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ideen immer weniger wahrzunehmen. Deswegen ist es gerade auch in sexuell unbefriedigenden Beziehungen wichtig, sich zu fragen: Was würde ich gerne tun? Was würde mir Lust bereiten? Gelingt es nämlich, sich selbst und nicht nur den Partner wieder mehr in die Sexualität mit einzubeziehen, kann es auch wieder spannender werden oder spannend bleiben. Die Lust wird so in der Regel auch wieder stärker und das kann dann ebenso einen positiv ansteckenden Effekt auf den Partner haben.

Als wie elementar stufen Sie Sexualität für die Gesundheit des Menschen ein?

In einer Studie von Pfizer wurde ein enger Zusammenhang zwischen gutem Gesundheitszustand und sexuell befriedigender Beziehung zum Partner nachgewiesen. Ebenso wurde nachgewiesen, dass Menschen, die mit ihrer sexuellen Beziehung zufrieden sind, eine allgemein höhere Lebenszufriedenheit haben. Dann gibt es auch Untersuchungen, die nachweisen, dass Männer, die häufiger Orgasmen haben, und Frauen, die zufrieden mit ihrem Sexualleben sind, seltener cardiale Probleme haben. Sexuelle Befriedigung trägt zentral zur Stabilität der Partnerschaft bei. Umgekehrt gibt es Untersuchungen, dass sexuelle Unzufriedenheit im ersten Ehejahr ein guter Vorhersagefaktor für eine Trennung im vierten Jahr der Ehe ist. Es gibt auch auf rein körperlicher Ebene positive Effekte der Sexualität. Beim Orgasmus werden beispielsweise Substanzen ausgeschüttet, die Stress reduzierend wirken. Bei Männern wird die Testosteronproduktion angekurbelt.

Welche Patienten suchen Sie in Ihrer Praxis auf und wo setzt Ihre Therapie an?

Einerseits kommen Menschen, die sogenannte sexuelle Funktionsstörungen haben und anderseits solche, die eine Hypnotherapie wünschen. Bei den Patienten, die »nur« zur Hypnotherapie kommen, gibt es die verschiedensten Anliegen, beispielsweise Depression, Unzufriedenheit und Probleme in den verschieden Bereichen wie Arbeit, Partnerschaft, Familie, Raucherentwöhnung, Essstörungen, Schmerzen, verschiedene Krankheiten usw. Patienten, die zu mir wegen eines sexuellen Problems kommen, behandle ich zum Teil auch zusätzlich mit Hypnose aber nicht immer und nicht ausschliesslich.

In der Sexualtherapie biete ich sowohl Einzel- wie auch Paartherapie an. Entsprechend der Ursache des Problems, die wir im Gespräch eruieren konnten, baut sich dann die Behandlung individuell auf. Mir ist es wichtig, jeden Menschen da abzuholen, wo er steht. Für mich ist dabei eine grosse Hilfe, dass ich verschieden Ausbildungen absolviert habe und so auch Unterschiedliches anbieten kann. Die Dauer der Therapie ist abhängig davon, wie viel Zeit und Engagement der Patient investieren möchte. Manchmal schlage ich Übungen für Zuhause vor, die zum Ziel haben, den Einzelnen oder das Paar anzuregen, Neues zu erkunden, den Körper neu kennen zu lernen, andere Bewegungen und tiefere Entspannung zu erfahren, das Gespräch über Sexualität zu suchen und insgesamt mehr auf sich zu achten.

Für manche Probleme kann es wichtig sein, sich auch bei der Selbstbefriedigung auf eine neue, andere Art kennenzulernen.

Demzufolge raten Sie unfreiwilligen Singles zu Selbstbefriedigung?

Ich rate jedem zu Selbstbefriedigung – es ist der beste Weg, den eigenen Körper zu erkunden und sich darüber klar zu werden und auszuprobieren, wie man seine sexuelle Erregung steigern und geniessen kann. Das so Erlernte lässt sich dann auch mit dem Partner umsetzen. Und dabei geht es immer darum: Wie macht man sich Lust und wie unterhält man sie bzw. wie steigert man seine Erregung. Dadurch können sich auch andere, bessere Gespräche über Sex und Wünsche beim Sex ergeben.

Bei Singles auf Partnersuche würde ich erst mal schauen, was sie daran hindert, einen Partner zu finden. Zudem ist es sicher immer angebracht und lustvoll, sich selber »sexier« zu machen und die Suche nach einem neuen Partner als Spiel zu verstehen, das in vielerlei Varianten ausprobiert werden kann. Verbissenheit ist hier wohl eher hinderlich.

Was spielt sich bei Erregung im Kopf ab?

Erregung ist nicht etwas, das vom Himmel fällt, sondern auf einer inneren Verarbeitung von Reizen, Eindrücken, Erinnerungen und Bildern aufbaut. Der Input, die momentane Situation, ist also nicht so entscheidend wie das, was der betreffende Mensch daraus macht, wie er es bewertet und für sich zu nutzen versteht. Phantasien spielen eine bedeutende Rolle in der Sexualität, diese vermögen zu stimulieren oder zu blockieren. In der Therapie schaue ich zusammen mit meinem jeweiligen Klienten zunächst die bereits bestehenden inneren Bildern an und versuche dann, wenn es mir notwendig erscheint, ihn zu ermuntern und zu unterstützen die Bilder zu erweitern oder auch neues mit aufzunehmen, So kann im Laufe der Zeit die Liste dessen, was als erregend empfunden wird, eine Erweiterung erfahren und auf diese Weise zu einer immer bunteren und vielfältigeren Erotik führen.

Können alle Menschen in der Trancetherapie diese inneren Bilder sehen? Und falls nicht, wie gestalten Sie in einem solchen Fall die Trancearbeit?

Die meisten Menschen haben Fantasien oder können sich innere Bilder vorstellen. In welcher Art diese sind, ist sehr unterschiedlich: bei manchen Menschen sehr konkret und deutlich »realistisch«, bei anderen eher wie im Märchen oder scheinbar »unrealistisch«. Das spielt keine Rolle für den Heilungs- oder Problemlösungsprozess und ist ja auch gerade das Besondere, Einzigartige des Einzelnen. Der Patient in Trance arbeitet mit seiner eigenen inneren Welt und bekommt nicht von aussen etwas übergestülpt.

Ja, es gibt Menschen, die in Trance keine Bilder entwickeln, das ist auch in Ordnung und sagt nichts aus über den Verlauf der Behandlung, sondern nur über die Art des Erlebens des Individuums. Es kann sein, dass diese Menschen etwas Auditives erleben oder körperliche Dinge spüren oder einfach nur eine innere Arbeit wahrnehmen können, ohne dieselbe genauer benennen zu können.

Ihr Buch macht es jedem Leser möglich, sich der Trancearbeit ein Stück weit zu nähern. Haben Sie schon Rückmeldungen dazu erhalten?

Erfreulicherweise ist das Echo durchwegs positiv. Die Aufmachung des Buches und dessen ansprechende Gestaltung stossen auf Anklang. Jeder und jede kann sich nach Bedarf dasjenige aus dem Buch zu Gemüte führen, das ihm oder ihr Wohlbefinden vermittelt oder sie und ihn neugierig macht. Weder ist es ein typisches Frauen-, noch ein eindeutiges Männerbuch – es ist eine gute Mischung für alle. Ich höre, dass die Texte etwas in Bewegung bringen und neue Impulse geben, dass sie die Lust wecken, Neues auszuprobieren, dass sie Tiefe schenken und einen Zugewinn an Erlebnisfähigkeit bewirken. Das freut mich sehr, denn ich wünschte mir seit langem, ein Buch zu veröffentlichen. Mit Hilfe des Allinti Verlags und der Fotos von Walo Thönen wurde dieses Projekt dann Realität und hat zu einem schönen Resultat geführt.

Interview: Bee Straumann

Das Geheimnis der Erotik: Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern


Das Geheimnis der Erotik
Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern

Ratgeber UND Kunstband
Dieses Buch ist als attraktiver Bildband gestaltet, um die LeserInnen in ihrer Kreativität zu unterstützen. Damit ist der Ratgeber auch gleichzeitig ein Meisterwerk in der Aktfotografie.


Karin Kastner (Text)
Walo Thönen (Fotos)



Das Geheimnis der Erotik
Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern
Format: 16,5 x 24 cm
ca. 120 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
durchgehend vierfarbig, mit über 50 Fotos
€ (D) 22,95, € (A) 23,60, sFr. 39,90
ISBN 978-3-905836-06-6

Das Geheimnis der Erotik: Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern


Aus Rezensionen:

Das Buch ist in seiner Art und Gestaltung eine wirkliche Augenweide. Die Faszinierenden Bilder sind atemberaubend schön und durchaus gelungen. Im Gesamtkonzept eine Perle unter den Erotik-Ratgebern.
Roland Roth, Amazon Top-100-Rezensent

Die Sexualmedizinerin Karin Kastner hat gemeinsam mit dem Fotografen Walo Thönen dieses traumhaft schöne Buch herausgebracht, das durch seine erotischen Reflektionen und seine exzellenten, nicht minder erotischen Aufnahmen den Leser und Betrachter in einen Trancezustand versetzen soll. Karin Kastners kreative Anleitungen zur Bereicherung der eigenen Sexualfantasien sind sprachlich auf einem hohen Niveau angesetzt. Sehr schön geschrieben....

All diese Bilder verdeutlichen, wie lustvoll Sex sein kann, wenn man sich diesem unverkrampft hingibt und sich für die Spielarten erotischer Begegnungen öffnet. Keines der Bilder ist pornographisch. Hier wird ausschließlich dem Eros gehuldigt, dem wir alle unsere Existenz verdanken. Ein gelungenes Buch mit fast poetischen Texten und sehr schönen Bildern.
Helga König, Amazon Top-10-Rezensentin

Das Geheimnis der Erotik: Durch Trance die inneren Bilder der Erotik erweitern







27-05-2010/abm

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